Spannend für Alt und Jung: Eine Besichtigung der legendären Burg Trifels.

Zum Trifels kommen Sie in einer guten halben Stunde zu Fuß, vielleicht ein wenig länger, wenn die Beine kürzer sind. Eine Besichtigung der Burg lohnt sich allemal.

Von den Hexenhäuschen kommen Sie durch das Tor direkt in den Wald auf den Haagweg, einen der Hauptwanderwege der Region.

Immer schön im Zickzack bergauf, dann kommen Sie bald zum Parkplatz Schlossäcker und von dort zur Burg. Planen Sie für den Aufstieg eine Stunde ein, vor allem, wenn Sie mit Kindern unterwegs sind. Der Aufstieg lohnt sich, denn die sagenhafte Stauferburg ist nicht nur von außen ein Blickfang – drinnen erzählt Sie Ihnen ihre abenteuerliche Geschichte.

Annweilers Berge seh’ ich wieder
Und ihre Burgdreifaltigkeit,
In Ehren alt, vernarbt und bieder,
Kriegszeugen deutscher Kaiserzeit.

Joseph Victor von Scheffel

Auf dem 494 Meter hohen Sonnenberg über Annweiler thront die Burg Trifels, das Wahrzeichen der Stadt. Sie steht auf einem dreifach gespaltenen Sandsteinfelsen, der vermutlich zur Namensgebung der Burg beigetragen hat – Trifels bedeutet „Dreifacher Fels“. Der Trifels wurde 1081 zum ersten Mal erwähnt, und hatte von 1113 an etwa zwei Jahrhunderte den Status einer Reichsburg inne. Früher wurden die Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation dort aufbewahrt, deren Nachbildungen man heute dort besichtigen kann. Großes Interesse weckt bei Besuchern auch die Gefangenschaft des englischen Königs Richard Löwenherz auf dem Trifels. Im Jahre 1602 wurde der Trifels durch einen Blitzschlag zerstört, im Laufe der Zeit sogar als Steinbruch missbraucht, und ab Mitte des 19. Jahrhunderts und während des Nationalsozialismus nach neuen Plänen wieder aufgebaut.